Der Boulevard der Stars

Am Potsdamer Platz, auf der Alten Potsdamer Straße zwischen der Deutschen Kinemathek und dem Sitz der Berlinale, entsteht in diesem Jahr der 'Boulevard der Stars'. Persönlichkeiten, die Film und Fernsehen im deutschsprachigen Raum in Vergangenheit und Gegenwart durch besondere Leistungen geprägt haben, sollen durch Messingsterne im Mittelstreifen geehrt werden. Neben Schauspielern werden Regisseure, Autoren und Produzenten sollen ebenso berücksichtigt werden wie Kameraleute, Filmarchitekten, Komponisten u.a. Zentraler Gedanke ist zudem, während der Naziherrschaft emigrierte Künstler wieder in das kollektive Gedächtnis zurück zu holen – große Namen des Filmexils wie Billy Wilder, Fritz Lang oder Robert Siodmak werden selbstverständlich dabei sein.

Die Initiatoren des Projekts wünschen sich, dass große Kunst gewürdigt, aber auch herausragend Populäres nicht ausgeklammert wird. Der Boulevard der Stars will seriös sein, aber nicht elitär.

 

Anlass und Ziel:

12.1.2010

Der Boulevard der Stars geht auf eine Initiative des Förderkreises der Kinemathek zurück. Dieser hat über Jahre hinweg finanziell und konzeptionell ein Fundament für das Projekt gelegt, das seit 2008 von der 'Boulevard der Stars Gemeinnützige GmbH' fortgeführt wird. Als einer von fünf Gesellschaftern der GmbH bleibt der Förderkreis weiterhin an der Betreuung und Entwicklung des Projekts beteiligt. Nach der Grundsteinlegung während der diesjährigen Berlinale werden voraussichtlich im September die ersten Sterne vor dem Filmmuseum im Sony Center in einen roten Asphalt/Kunststoffteppich eingelassen. Zum Auftakt werden vierzig zu ehrende Personen werden von einer Jury ausgewählt. Gero Gandert, Vorstandsmitglied des Förderkreises, Initiator und Namensgeber des Boulevards, wird zu Lebzeiten in dieses Gremium berufen.

Ein Entwurf der weltbekannten Architektin Zaha Hadid, der 2004 als Sieger aus einem eingeladenen Kunstwettbewerb hervor ging, scheiterte nach mehrjährigen Bemühungen schließlich an den hohen Kosten und technischen Problemen bei der Umsetzung. In einem zweiten Anlauf übernahmen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und das Bezirksamt Mitte das Projekt. Bei einem zweiten Kunstwettbewerb 2008 setzten sich die Berliner Büros GRAFT Architects und ART+COM Gestaltungsbüro für Neue Medien durch. Souverän spielen sie mit den Merkmalen einer großen Premiere:

• dem Roten Teppich (anthrazitfarbener Asphalt mit einer widerstandsfähigen roten Oberfläche aus Kunststoff);
• den Stars (repräsentiert durch Messingsterne mit Namen, Profession und Geburtsjahr/Lebensjahren);
• Kameras (sog. „Sternguckern“, ebenfalls aus Messing, die es mit Hilfe eines altbekannten Spiegeltricks ermöglichen, dass sich Besucher gemeinsam mit dem virtuellen Abbild ihres Lieblingsstars, das jeweils über dem ihm gewidmeten Stern schwebt, fotografieren lassen;
• Scheinwerfern (LED-Spotlights, auf jeden einzelnen Stern und die Kameras gerichtet).

Insgesamt stehen 1.085 Millionen Euro aus EU-Mitteln zur Förderung des Tourismus für die Baumaßnahmen im ersten Jahr zur Verfügung.

Weitere Informationen und aktuelle Entwicklungen zum Boulevard der Stars finden Sie auf der Website www.boulevard-der-stars-berlin.de.

 

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