Mitgliederliste

Die Aufgabe vom Förderkreis des Museums für Film- und Fernsehen e.V. ist es, sowohl die Arbeit des Film- und Fernsehmuseums zu unterstützen als auch das Bewußtsein für die kulturelle Bedeutung des Films (&Fernsehen) zu fördern.

Hierzu engagieren sich Mitglieder im Förderkreis und beraten die Arbeit der Deutschen Kinemathek durch Kontakte, Veranstaltungen, Ankäufe von Sammlungsstücken und finanzielle Kooperationen bei Ausstellungen.

Ehrenmitglied: Wolfgang Petersen

Bereits während seiner Schulzeit in Hamburg dreht Petersen mit einer 8 mm-Kamera erste Filme. Zwischen 1962-66 Theaterregie, Schauspielschule, Studium der Theaterwissenschaft, 1966 Wechsel zur neu gegründeten Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), die sich heute wie das Museum für Film und Fernsehen im Filmhaus am Potsdamer Platz befindet. 1969 der Abschlussfilm „Ich werde dich töten, Wolf“.

Ab 1971 Regiearbeiten für das Fernsehen, darunter sechs „Tatort“-Folgen für den NDR mit Klaus Schwarzkopf als Kommissar Finke (darunter den bis heute unüberbotenen Quotenrenner „Reifeprüfung“ mit Nastassja Kinski, 1977) und den prophetischen Fernsehfilm „Smog“ (1972) für den WDR. Gründung der eigenen Produktionsfirma Radiant Film.

Mit dem damaligen Nachwuchsstar Jürgen Prochnow und Klaus Schwarzkopf dreht Petersen 1973/1974 den Psychokrimi „Einer von uns beiden“. Sein 1980 aufwändig inszenierter Film „Das Boot“ wird mit 32 Millionen DM das bis dato teuerste TV-Projekt der Produktionsfirma Bavaria Film und in seiner 149-minütigen Kinoversion ein Welterfolg, der in den USA zu dem am häufigsten besuchten ausländischen Filmen zählt (sechs „Oscar“-Nominierungen).

Mit einem Budget von über 50 Millionen DM wird Petersen 1983 die teuerste deutsche Nachkriegsproduktion, die Verfilmung von Michael Endes Kinderbuch „Die unendliche Geschichte“, anvertraut, dessen Siegeszug Petersen endgültig zum erfolgreichsten deutschen Regisseur aller Zeiten macht. Danach Umzug nach Los Angeles, Inszenierung erster Genrefilme in Hollywood. Mit dem Erfolg des Clint-Eastwood-Krimis „In the Line of Fire“ 1994 Etablierung als Regisseur für effektvolle Unterhaltungsfilme mit psychologischer Dimension und Anspruch wie „Outbreak“ (1997), „Air Force One“ (1999) oder „Troja“ (2002).

Auch in Hollywood hat Petersen eine eigene Produktionsfirma gegründet und zählt mit bisher sechs Filmen mit über 100 Mio. $ Einspielergebnis zu den besonders erfolgreichen Regisseuren, die über das seltene Privileg des letzen Zugriffs, den „final cut“, verfügt. Bei seinem Besuch in Hollywood im Jahr 2002 überreichte Gero Gandert im Namen des gesamten Förderkreises dem Regisseur und Produzenten Wolfgang Petersen die Ehrenmitgliedschaft.

 

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